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Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung 2015

In einer repräsentativen computergestützten Telefonbefragung (CATI) wurden 1091 Menschen mit Wohnsitz im Ausbreitungsgebiet der Gesamtausgabe der Braunschweiger Zeitung (Braunschweig, Salzgitter, Wolfsburg, Gifhorn, Helmstedt, Peine und Goslar) befragt.

Nur 2% der Befragten kannten das Staatstheater Braunschweig nicht, 66% hatten es bereits besucht. 25% der Befragten gaben an, dass ihr letzter Besuch maximal 1 bis 2 Jahre zurück lag. Sowohl Bekanntheitsgrad als auch der Besuch des Staatstheaters Braunschweig sind angesichts des großen betrachteten Einzugsgebietes positiv zu bewerten.

Wie wurden die Befragten kategorisiert

Bei den aktiven Besuchern war ihr letzter Besuch höchstens
1 bis 2 Jahre her. Stärker vertreten als im Durchschnitt waren hierbei ältere Besucher zwischen  61 bis 70 Jahren, aber auch jüngere Besucher bis 40 Jahre. Häufiger als andere Befragte waren sie Akademiker oder Studenten. Vergleichsweise viele hatten Migrationshintergrund, besonders oft in der so genannten „dritten Generation“.

Bei den Nicht-Mehr-Besuchern lag der letzte Besuch mindestens 2 bis 3 Jahre zurück: Je länger der letzte Besuch her war, desto größer war der Anteil älterer Altersgruppen.

Noch-Nie-Besucher kannten das Staatstheater, hatten es aber noch nie besucht: Stark vertreten war hier die Altersgruppe von 21 bis 30 Jahren. Viele Befragte hatten meist mittlere Reife, überdurchschnittlich viele waren abhängig beschäftigt.

Nicht-Kenner kannten das Staatstheater auch dem Namen nach nicht. Sie gehörten häufig zu den Altersgruppen bis 40 Jahre und hatten die mittlere Reife oder einen Hauptschulabschluss.
Relativ oft waren sie noch Schüler oder Studenten.

Wie sahen die Befragten das Staatstheater und was könnte sie zu mehr, erneuten oder ersten Besuchen bewegen?

Aktive Besucher nahmen das Staatstheater vor allem als „von hoher Qualität“, „glanzvoll“, „abwechslungsreich“, „modern“ und „zeitgemäß“ wahr.

Diejenigen der Nicht-Mehr-Besucher, deren letzter Besuch 4 bis 10 Jahre zurücklag, nahmen das Staatstheater häufiger als andere Besucher als nicht „modern“ oder „zeitgemäß“ wahr.

Noch-Nie-Besucher gaben häufig an, dass sie nicht beurteilen könnten, welche der vorgeschlagenen Eigenschaften auf das Staatstheater zutrafen. Sie waren dennoch oft der Meinung, dass Staatstheater weder für das eigene Leben, noch für die Stadt Braunschweig von Bedeutung wäre.

Viele Nicht-Mehr- und Noch-Nie-Besucher nehmen auch andere Freizeitaktivitäten relativ selten wahr.

Unter den vom Staatstheater direkt steuerbaren Ansatzpunkten für mehr Besuche am Staatstheater wurden niedrigere Preise am häufigsten genannt. Allerdings schätzte dieser Befragtenkreis den Preis für eine Theaterkarte viel höher ein, als er durchschnittlich ist

Wünsche nach zeitgemäßeren Inhalten und Ästhetiken einerseits und nach klassischeren Programmen und Inszenierungen andererseits hielten sich die Waage.

Handlungsfelder für die weitere Entwicklung der Beziehung zwischen Staatstheater und Öffentlichkeit

Um den großen Bekanntheitsgrad und die weit in die Region reichende Nutzung für die Zukunft zu stabilisieren und auszubauen, sollten möglichst viele Menschen schon früh im Leben in einen intensiven Kontakt mit dem Haus gebracht werden. Daher sollten die bereits bestehenden strategischen Kooperationen mit Schulen und das breit angelegte Programmangebot für junge Menschen fortgeführt werden.

Für Erhalt und Ausbau der großen regionalen Reichweite spielen Gastspiele, insbesondere die des Staatsorchesters, eine wichtige Rolle.

Gleiches gilt für die Verankerung des Staatstheaters in der Stadtbevölkerung durch Projekte im Stadtraum und Kooperationen mit anderen Institutionen in Braunschweig und der Region. Eine sehr wichtige Rolle spielen zudem die Vermittlungsangebote des Staatstheaters, wie Einführungen und Gespräche nach Aufführungen. Auch hier wurde das Staatstheater durch die Ergebnisse der Befragung darin bestärkt, das große Angebot aufrecht zu erhalten.

Da die Einschätzung der Preise mit der tatsächlichen Preisgestaltung stark divergierte, wird dem Staatstheater zudem eine offensivere Kommunikation seiner Preisstruktur empfohlen.

Die vollständige Darstellung der Ergebnisse als PDF-Datei finden Sie hier

 

Ergebnisse der Besucherbefragung 2013/2014

Von November 2013 bis November 2014 haben bei 64 Vorstellungen 1045 Besucher des Staatstheaters Braunschweig an der aktuellen Besucherbefragung teilgenommen.
Ziel dieser Befragung war es insbesondere, die Ergebnisse von 2009 dahingehend zu überprüfen, ob es dem Staatstheater gelungen ist, eine ausgeglichenere Altersstruktur bei seinen Besuchern zu erreichen.
Das Junge Staatstheater wurde aus methodischen Gründen nicht in die Besucherstudie einbezogen, die Konzerte jedoch im Gegensatz zu 2009 berücksichtigt.

Soziodemographie
Der Anteil aller Altersgruppen unter 40 Jahren war größer als in der letzten Studie im Jahr 2009. Die Altersstruktur der Bevölkerung spiegelt sich nun besser im Publikum wider als vor 5 Jahren. Es kommen mehr Besucher mit akademischem Abschluss bzw. Abitur in die Vorstellungen des Staatstheaters als vor 5 Jahren, genauso wie mehr Schüler und Studenten zum Publikum zählen.

Besuchsmuster
Die absoluten Besucherzahlen sind im Vergleich zu 2009 gestiegen. Gleichsam hat die Besuchsfrequenz der Besucher gegenüber der letzten Studie abgenommen. Das zeigt, dass das Staatstheater seit 2009 noch mehr Besucher gewonnen hat, als sich dies in den Zahlen auf den ersten Blick widerspiegelt. Das geänderte Besuchsverhalten hin zu stärkeren Gelegenheitsbesuchern ist gleichsam eine der zentralen Herausforderungen für das Staatstheater Braunschweig.

Erwartungen an den Theaterbesuch
Die Qualität der Künstler ist besonders den Besuchern von Oper, Konzert und Tanz wichtig. Das Schauspiel- und Tanzpublikum erwartet, gut unterhalten zu werden. Insgesamt spielen in der Erwartung insbesondere Begriffe wie Vielfalt und Abwechslung eine große Rolle. Die Zuschauer erwarten vom Staatstheater ein vielfältiges Programm, das möglichst viele Menschen anspricht.


Zufriedenheit
Die Zufriedenheit mit dem Theater insgesamt ist befriedigend. Besonders gute Noten bekam das Staatstheater für die Bereiche Künstlerische Leistung der Sänger sowie des Staatsorchesters.
 

Informationsverhalten
Klassische Medien (Jahresprogramm, Monatsspielplan) und Informationen über das Abonnement behalten große Bedeutung. Das Abonnement spielt vor allem für das Konzertpublikum bei der Information über die besuchte Aufführung eine wichtige Rolle, ebenso wie der vorherige Besuch. Im Vergleich mit den Ergebnissen aus 2009 fällt auf, dass Artikel in Tageszeitungen an Bedeutung verlieren, wogegen die von jüngeren Besuchern geschätzten Empfehlungen von Partnern, Freunden, Bekannten oder Verwandten dazugewinnen. Ergänzt werden die klassischen Medien durch digitale Medien (Website und Newsletter).

Die vollständige Darstellung der Ergebnisse als PDF-Datei finden Sie hier

 

Ergebnisse der Besucherbefragung 2009/2010

In der Spielzeit 2009/2010 finanzierte die Stiftung eine Besucherbefragung, damit die Bedürfnisse und Wünsche des Publikums stärker berücksichtigt werden können. Mit dieser Unterstützung in Höhe von € 10.000 stellte die Stiftung dem Theater eine wirkungsvolle und nachhaltige Entscheidungshilfe für die Zukunft zur Verfügung.

Fakten und Ergebnisse der Befragung
Befragt wurden 1072 Besucher. Zwei Drittel der Befragten waren Frauen und das Durchschnittsalter lag bei 57 Jahren. Fast die Hälfte aller Besucher (44,5 %) geht mindestens 1 x im Monat ins Staatstheater und ungefähr genau so viel (45,1 %) haben ein Studium absolviert. Nur einem Viertel der Besucher ist unsere Stiftung nicht bekannt. Sehr viele Staatstheater-Besucher sind Rentner, deren Kinder schon von zu Hause ausgezogen sind.

Das Publikum des Staatstheaters ist sehr kulturorientiert. Viele Besucher des Staatstheaters gehen auch in die Theater anderer Städte wie Berlin und Hamburg. Alle Theaterbesucher gehen regelmäßig ins Kino, die Jüngeren erwartungsgemäß häufiger. Zudem besuchen unsere Zuschauer Museen und Ausstellungen, die Jüngeren etwas seltener als Besucher über 40 Jahre. Typisch für den Braunschweiger Besucher ist auch sein Interesse am öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioprogramm. Zwei Zielgruppen, die es noch besser zu erschließen gilt, sind jüngere Männer und Menschen mit Migrationshintergrund.

Opern und so genannte »Klassiker« sind bei den Besuchern besonders beliebt – nicht nur, wenn sie im Staatstheater Braunschweig gespielt werden. Nahezu jeder Dritte (32,9%) interessiert sich für moderne Theaterstücke des 20. Jahrhunderts und jeder Fünfte (21,9 %) schenkt Aufführungen der Gegenwartsdramatik seine Beachtung. Als Auswahlkriterien für einen Theaterbesuch dominieren das Stück und die Thematik. Weniger wichtig sind der Autor oder der Regisseur.

Das Abonnement hat nach wie vor eine überragende Bedeutung für den Theaterbesucher. 45,7 % der Besucher werden durch ihr Abonnement auf eine Veranstaltung aufmerksam. Die Zeitung ist mit Abstand das wichtigste Kommunikationsmedium, denn 32,6% werden durch einen Zeitungsartikel über die Veranstaltungen informiert. Aber auch das Internet wird als Informationsmedium immer wichtiger. Der Internet-Kartenverkauf hat das Kartentelefon bereits überholt und nahezu 20 % möchten in Zukunft die Homepage des Staatstheaters als Informationsquelle nutzen.

Die überwiegende Zahl der Besucher (72%) kommt mit dem Auto. Parkmöglichkeiten werden mit Abstand am häufigsten kritisiert. Hier muss eine Lösung geschaffen werden.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Besucher mit dem Service des Staatstheaters sehr zufrieden sind. Insbesondere die Freundlichkeit der Mitarbeiter schneidet in allen Fällen sehr gut ab.

Die vollständige Darstellung der Ergebnisse als PDF-Datei zum Ausdrucken